SPD Hasselroth besorgt um die Sicherstellung der Tagesalarmstärke

Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Hasselroth hat eine Diskussion um die Sicherstellung der Tagesalarmstärke der Hasselrother Feuerwehren in Gang gesetzt. Nach Auskunft des Fraktionsvorsitzenden Christian Benzing gehe es darum, durch die öffentliche Diskussion dieses Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, bevor die Gemeinde vor ernsten Problemen stehe: „Dies machen um gemeinsam mit den Wehren nach Lösungen zu suchen. In einigen Orten in Nordhessen kann der Brandschutz schon nicht mehr gewährleistet werden, das müssen wir bei uns verhindern.“
Die Sicherstellung der Tagesalarmstärke bei den Feuerwehren sei nicht nur in Hasselroth ein sehr drängendes Problem, das besser heute als morgen gelöst werden müsse. Im Vordergrund stehe dabei, dass das Ehrenamt des aktiven Feuerwehrmanns bzw. der aktiven Feuerwehrfrau an Attraktivität gewinnen müsse bzw. ihnen keine Nachteile entstehen dürfen. Gerade bei Einsätzen zur Tageszeit sei es heute nicht mehr so einfach, die notwendige Akzeptanz seitens der Arbeitgeber zu gewinnen. Die plötzliche Abwesenheit im Falle einer Alarmierung stößt nicht überall auf Zustimmung.
Auch die veränderte Arbeitswelt stellt ein Problem für die Sicherstellung des Brandschutzes dar. So sind die Wehren in Hasselroth grundsätzlich personell gut aufgestellt. Von den über 100 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden befinden sich allerdings die Arbeitsplätze größtenteils nicht Gemeindegebiet bzw. in erreichbarer Nähe, so dass ein rechtzeitiges Ausrücken der Wehren zur Tageszeit schwierig werde.
Gemeinsam mit dem Gemeindebrandinspektor wurde nun im Haupt- und Finanzausschuss die Situation analysiert, es wurden erste Lösungsmöglichkeiten angesprochen. So wurden bereits vor einiger Zeit die in Hasselrother ansässigen Firmen von der Gemeindeverwaltung angeschrieben mit der Bitte, die Sicherstellung der Tagesalarmstärke mit evtl. bei ihnen arbeitenden aktiven Feuerwehrleuten zu unterstützen. Dass Rückmeldungen auf diese Anfrage bisher nur schleppend oder gar nicht gegeben werden, ist für die SPD-Fraktion unverständlich. Denn auch die Sicherstellung des Brandschutzes der ortsansässigen Unternehmungen gehört zur Aufgabenstellung der Wehren.
Eine Zielstellung der öffentlichen Debatte ist es, dass die Anzahl der im Gemeindegebiet beschäftigten Feuerwehrleute gesteigert werde. Das gelte ebenso für die Beschäftigten der Gemeinde.
Die Problematik soll nach Ansicht auch der beiden Stellevertreter Benzings, Jan Böckel und Oliver Wilhelm, weiterhin in der Öffentlichkeit und den gemeindlichen Gremien diskutiert werden, um für das Thema weiter zu sensibilisieren. Auch sollen zusätzliche Maßnahmen weiter geprüft werden, um den Brandschutz auch zur Tageszeit zu gewährleisten. Wie bereits bei der Diskussion um die Feuerwehrrente vor einigen Jahren steht dabei im Mittelpunkt, wie das Spannungsfeld der besonderen Förderung der Feuerwehr einerseits sowie der allgemeinen Förderung des Ehrenamts andererseits zu lösen ist.

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