Besuch der Firma Emerson

Der Vorstand der SPD-Fraktion Hasselroth hat jüngst den Neuenhaßlauer Standort der Emerson Process Management besucht, um sich vor Ort ein Bild über die Anforderungen des Unternehmens zu machen und den Austausch mit der Geschäftsleitung zu suchen.

In Hasselroth ansässige Firmen zu besuchen, um mit diesen ins Gespräch zu kommen, war der Anlass für SPD-Fraktionsvorsitzenden Christian Benzing, diesen Termin anzufragen. Kurz vor Ende des alten Jahres fand nunmehr ein Informationsgespräch mit den Standortleitern der Firma Emerson, Röß und Dr. Noetzel statt. Die beiden nahmen sich viel Zeit, um die Fraktionsspitze, bestehend aus Christian Benzing, Oliver Wilhelm, Jan Böckel, Peter Stichel und Marianne Moritz sowie die SPD-Vorsitzende Uta Böckel ausführlich zu informieren. Dabei wurde schnell deutlich: Als wesentlichen Standortfaktor für den Unternehmensstandort Hasselroth nannten beide Standortleiter die Nähe zum Flughafen.

Emerson Process Management hat weltweit 110.000 Mitarbeiter, erzeugt 22 Milliarden Euro Umsatz und ist 125 Jahre alt. Es gibt 205 Produktionsstätten in über 150 Ländern. Während viele Produkte an mehreren Orten parallel produziert werden, befindet sich in Hasselroth die einzige Produktionsstätte weltweit für Gasanalysetechnologie, so dass aus Hasselroth heraus die ganze Welt mit diesen Anlagen bedient wird.

Emerson beschäftig am Standort Hasselroth knapp 80 Arbeitnehmer, davon etwa 20 Wissenschaftler, viele Physiker, Chemiker, Ingenieure und Techniker. Es gibt dort keine Anlernberufe. 1600 Mann-Jahre an Erfahrung befinden sich dort, mit einer geringen Fluktuation, was allerdings in einiger Zeit zu einem Nachwuchsproblem führen kann. Der Wissenstransfer müsse daher gut vorbereitet werden. Deswegen betrachten es der scheidende Standortleiter . Röß und der neue Standortleiter Dr. Noetzel als sehr positiv, eine Zeit der gemeinsamen Übergabe und eben des Wissenstransfers zu haben.

Im Werk Hasselroth erfolgen Analysatorproduktion, Entwicklung, Produktmarketing, Applikationen, Zulassungen, Globaler Support, Schulungen und Reparaturen. Aufgrund der neu geschaffenen Umweltstandards erwartet man einen Auftragsboom aus China, allerdings müssen die zu messenden Kraftwerke dort erst mit den notwendigen Anlagen ausgestattet werden.
Emerson arbeitet im Einschichtbetrieb, ist trotzdem 24 Stunden erreichbar.
Auch über die Erwartungen an die Standortgemeinde wurde gesprochen. Emerson hat eine eigene IT-Infrastruktur. Erwartet werden die EHS-Struktur (Ärzte/Feuerwehr), lokale Zuliefererstruktur durch kleine Handwerksbetriebe, von denen insbesondere Präzision und Schnelligkeit erwartet werden, die Nähe zum Flughafen ist gegeben, ebenso zur Technologie Community, den Universitäten, und letztendlich muss auch die Attraktivität des Umfelds gegeben sein, um die Region auch als Lebensumfeld für die Mitarbeiter attraktiv zu machen.
Abschließend wurden auch der Brandschutz und die Problematik der Tagesalarmstärke angesprochen. Emerson lässt eigene Brandschutzhelfer ausbilden und beschäftigt zwei Mitarbeiter, die aktiv bei einer Feuerwehr sind. Diese Information wurde zwischenzeitlich an den Wehrführer der Feuerwehr Neuenhaßlau weitergegeben mit der Bitte, Kontakt zu knüpfen und die Zusammenarbeit zu prüfen.
Christian Benzing und Uta Böckel bedankten sich herzlich bei den beiden Standortleitern für die ausführliche Information über die Firma Emerson.

Das Fazit für den Fraktions- und Parteivorstand sind wichtige Erkenntnisse über die Anforderungen an die Gemeinde: Neben der Nähe zu Autobahn und Flughafen sind auch die Kinderbetreuung, die Grundschulen und ein entsprechendes attraktives und ein wohnortsnahes vielfältiges Schulangebot ein großer Standortfaktor. Hasselroth kann sehr wohl, wenn auch ein kleiner aber feiner Wirtschaftsstandort sein und sich entsprechend weiterentwickeln.

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