Ein Schritt zur energieautarken Kläranlage

Bürgermeisterkandidat Christian Benzing nutzte jüngst die Gelegenheit und informierte sich vor Ort beim Abwasserverband Freigericht-Hasselroth über die Einrichtung der neuen Feinstsiebanlage, die im Rahmen des Umbaus der Kläranlage Niedermittlau in eine energieautarke Einrichtung installiert wurde.

Kläranlagen haben einen hohen Strombedarf. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 1 Prozent der gesamten in Deutschland produzierten Energiemenge für den Betrieb von Kläranlagen benötigt wird. Knapp ein Fünftel des Energiebedarfs in den Kommunen entfällt auf die Säuberung des Abwassers.

Um die Zukunftsfähigkeit der Anlagen des Abwasserverbands sicherzustellen, haben die Betriebs- und Geschäftsführung um Geschäftsführer Jürgen Löffler eine Projektförderung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums beantragt. Mit dieser wird auf den beiden Kläranlagen des Verbandes eine zusätzliche Klärungsanlage eingerichtet. Der dadurch gewonnene Klärschlamm kann im vor Ort vorhandenen Blockheizkraftwerk zur Energiegewinnung genutzt werden.  Insgesamt sind dazu Investitionen in Höhe von etwa 500.000 Euro notwendig, wobei die Fördersumme aus dem Bundesprogramm 380.000 Euro beträgt. Die Umsetzung der Maßnahmen soll zu einer jährlichen monetären Einsparung in Höhe von etwa 70.000 Euro führen.

Bürgermeisterkandidat Christian Benzing, selbst auch Mitglied der Verbandsversammlung des Abwasserverbands, konnte die neu eingebaute Feinstsiebanlage vor Ort in Augenschein nehmen und zeigte sich erfreut über die finanziellen Auswirkungen, die sich damit auch auf die von der Gemeinde Hasselroth und den Gebührenzahlern zu tragenden Kosten positiv auswirken können: „Der Abwasserverband Freigericht geht neue Wege im Bereich der Energiegewinnung, unsere Anlagen sind mittlerweile ein Vorbild für andere. Das Ziel, die Kläranlagen energieautark zu gestalten, unterstütze ich, die Investitionen dafür haben sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Genauso achten wir hier darauf, auch die Schadstoffbelastung so gering wie möglich zu halten. Damit leistet unser Abwasserverband einen echten Beitrag zur Nachhaltigkeit“.

Gemeindeschwester für Hasselroth

Auch während der laufenden Bürgermeisterwahl ruht die Sacharbeit nicht.

Die Frage der hausärztlichen Versorgung in Hasselroth ist weiterhin akut. Zur kommenden Sitzung der Gemeindevertretung bringt die SPD-Fraktion mit ihrem Vorsitzenden Christian Benzing daher einen Antrag zur Einführung des Projekts „Gemeindeschwester 2.0“ ein. Das Ziel ist es, damit aufgrund des anstehenden Ruhestandes eines Neuenhaßlauer Allgemeinarztes die Versorgung der Patientinnen und Patienten aufrecht erhalten zu können. Der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises wird in seiner Sitzung am Freitag beschließen, ein Konzept für den Landkreis zur Umsetzung dieses Programms zu erarbeiten. Basis ist dafür ein Programm des Hessischen Sozialministeriums, bei dem jährlich 1,85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden zur Übernahme von Personal- und Sachkosten. Weiterlesen