Im Gespräch über das Hasselrother Gewerbe

Bürgermeisterkandidat Christian Benzing (SPD) hat sich mit dem Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Dr. Gunther Quidde, getroffen um sich zur wirtschaftlichen Lage in Hasselroth sowie den möglichen Chancen und Perspektiven für die Hasselrother Wirtschaft und Gewerbetreibenden auszutauschen.

Christian Benzing konnte von den Bemühungen der politischen Gremien zur Ausweisung von neuen Gewerbeflächen berichten. In der vergangenen Woche wurde eine Vorlage der SPD-Fraktion beschlossen, dass im Rahmen eines neuen Gewerbegebietes an der Ampelkreuzung zwischen dem Altdorf Niedermittlau sowie der Bahnhofsiedlung weitere Gewerbeflächen ausgewiesen werden sollen. Hier soll mittels der bauplanerischen Festsetzungen erreicht werden, dass sich hier vor allem örtliche Handwerker und Handelsunternehmen ansiedeln können. Dr. Quidde konnte anhand der ihm vorliegenden Wirtschaftsdaten darlegen, dass die Gemeinde Hasselroth hier auf dem richtigen Weg sei. In den letzten Jahren sei im gesamten Main-Kinzig-Kreis die Nachfrage nach entsprechenden Gewerbeflächen stark gestiegen, die Zahl der Arbeitsplätze sei in der Rhein-Main-Region alleine seit 2011 um mehr als 10 % gestiegen. Quidde war überzeugt, dass eine Gewerbefläche am Standort Hasselroth auch aufgrund der guten Lage mit direkter Autobahnanbindung entsprechend nachgefragt werden würde. Verbunden damit diskutieren Benzing und Quidde auch die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde. Aber nicht nur die Gewerbesteuer ist ein Ergebnis einer guten Wirtschaftspolitik, vielmehr sei damit auch die Attraktivität der Gemeinde Hasselroth als Wohnort verbunden. Arbeitsplätze vor Ort führten zu weniger Pendelei und kurzen Arbeitswegen. Auch die der IHK vorliegenden Pendlerstatistiken zeigten auf, dass es bei den Arbeitswegen der Hasselrother in den letzten Jahren einen leichten Trend weg von der Region Frankfurt gebe. Dies liege zum einen am Erstarken des Wirtschaftsstandortes Gelnhausen, zum anderen aber auch daran, dass sich der Pendlersaldo in Richtung Frankfurt negativ entwickelt. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass Arbeitnehmer, die aus Frankfurt in Richtung Hasselroth und Umgebung pendeln, dauerhaft in die Gemeinde umziehen.

Aus der Arbeitnehmer- und Pendlerperspektive spreche die Lage für Hasselroth, mitten im Main-Kinzig-Kreis, nahe an der Autobahn sowie mit Zugang zum Bahnhof Langenselbold und zum Haltepunkt Bahnhofsiedlung. Dabei diskutierten Benzing und Quidde auch den aktuellen Stand zum Thema der Ortsumgehung. Die IHK hatte sich in den Diskussionen der vergangenen Jahre stark für den Bau einer Umgehung eingesetzt und die Gemeinde Hasselroth mit Zahlen und Fakten unterstützt. Aktuell setzen sowohl Benzing als auch Quidde auf die in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie, mit der die weitere Umsetzung einer kleinen Ortsumgehung geprüft wird. Es sei klar, dass sich damit keine kurzfristige Lösung für die Verkehrsproblematik in den Ortsdurchfahrten ergebe, jedoch wollen sowohl die IHK als auch die Gemeinde Hasselroth weiter an dem Ziel, einer Entlastung der Ortsdurchfahrten, festhalten.

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